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Feinstrahlgeräte kaufen – Präzision statt maximaler Flächenleistung
Feinstrahlgeräte sind auf kontrollierte Strahlarbeiten an kleinen Flächen und empfindlicheren Werkstücken ausgelegt. Anders als bei großen Freistrahlsystemen steht nicht die maximale Flächenleistung im Vordergrund, sondern die möglichst genaue Abstimmung von Strahldruck, Strahlmittelmenge, Düsengröße und Arbeitsbereich.
Typische Anwendungen sind Restaurierung, Denkmalpflege, feine Entrostung, Entlackung, Mattierung, Gravur, Reinigung, Aufrauen und die Bearbeitung kleiner technischer Bauteile. Je nach Oberfläche kann mit sehr kleinen Düsen und feinen Strahlmitteln gearbeitet werden. Dadurch lässt sich die Strahlwirkung gezielt auf einen begrenzten Bereich konzentrieren.
Wichtige Auswahlkriterien für Feinstrahlgeräte
✅ Größe und Empfindlichkeit der zu bearbeitenden Fläche
✅ gewünschte Punktgenauigkeit und Strahlbreite
✅ Strahlmittelart und zulässige Korngröße
✅ Düsengröße und daraus resultierender Luftbedarf
✅ ein oder zwei Strahlmittelbehälter
✅ gewünschte Mobilität und Nachfüllintervalle
✅ trockene und ausreichend aufbereitete Druckluft
Kompakte Feinstrahlgeräte für punktgenaue Arbeiten
Besonders kleine Systeme im Sortiment arbeiten mit Behältern ab 0,7 Liter. Sie eignen sich für Detailarbeiten, bei denen nur geringe Strahlmittelmengen benötigt werden. Sehr kleine Düsen reduzieren den Luftverbrauch und erzeugen einen schmalen, gut kontrollierbaren Strahl.
Die KALO Miniblaster-Systeme zeigen diese Bauweise besonders deutlich. Der Miniblaster I arbeitet mit einem 0,7-Liter-Druckbehälter. Der Miniblaster II besitzt zwei getrennte 0,7-Liter-Behälter und zwei Strahlgriffel. Dadurch können zwei unterschiedliche Strahlmedien bereitgehalten und ohne vorheriges Entleeren gewechselt werden.
Düsengröße bestimmt Präzision und Luftverbrauch
Je kleiner die Düse, desto feiner lässt sich der Arbeitsbereich begrenzen. Gleichzeitig sinkt in der Regel der benötigte Druckluftvolumenstrom. Bei den kompakten Feinstrahlgeräten reichen verfügbare Düsengrößen im aktuellen Sortiment von unter 1 mm bis in den Bereich von mehreren Millimetern.
Schon kleine Änderungen des Düsendurchmessers beeinflussen den Luftbedarf deutlich. Deshalb sollte der Kompressor nicht allein nach maximalem Druck gewählt werden. Entscheidend ist, welche Luftmenge er bei dem vorgesehenen Arbeitsdruck dauerhaft liefern kann.
Feines Strahlmittel passend zum Werkstoff auswählen
Feinstrahlen bedeutet nicht automatisch, dass jedes sehr feine Strahlmittel auf jeder Oberfläche geeignet ist. Härte, Kornform und Korngröße bestimmen die Wirkung erheblich. Bei empfindlichen Materialien können weiche oder weniger aggressive Medien sinnvoll sein, während für Entrostung oder stärkere Beschichtungen härtere Strahlmittel benötigt werden.
Die kompakten Miniblaster sind beispielsweise für feine Medien bis etwa 250 µm ausgelegt. Andere Feinstrahl- und Niederdrucksysteme im Sortiment erlauben größere Kornbereiche. Die Herstellerangaben des jeweiligen Geräts müssen deshalb berücksichtigt werden.
Feinstrahltechnik und Niederdruckstrahlen sauber unterscheiden
Feinstrahlgeräte und Niederdruckstrahlgeräte überschneiden sich technisch teilweise, verfolgen aber unterschiedliche Such- und Auswahlintentionen. Beim Feinstrahlgerät stehen Präzision, kleine Düsen, feine Medien und Detailarbeit im Vordergrund. Niederdruckstrahlgeräte werden dagegen stärker über den breiten regelbaren Druckbereich und die materialschonende Bearbeitung größerer Oberflächen ausgewählt.
Ein Gerät kann deshalb technisch in beide Bereiche passen. Für die Auswahl sollte entscheidend sein, ob der Schwerpunkt auf punktgenauer Feinarbeit oder auf einer besonders fein regelbaren Bearbeitung größerer Flächen liegt.
Trockene Druckluft für gleichmäßige Dosierung
Feine Strahlmittel reagieren besonders empfindlich auf Feuchtigkeit. Kondensat kann dazu führen, dass das Medium verklumpt, ungleichmäßig nachfließt oder kleine Düsen verstopft. Eine geeignete Druckluftaufbereitung ist deshalb bei Feinstrahltechnik besonders wichtig.
Je nach Druckluftanlage können Wasserabscheider, Nachkühler oder Kältetrockner erforderlich sein. Auch Strahlmittel sollten trocken gelagert und vor dem Einfüllen auf Verunreinigungen geprüft werden.
Feinstrahlgerät kaufen – Anwendung und Düse zuerst festlegen
Wer ein Feinstrahlgerät kaufen möchte, sollte zuerst definieren, wie groß der typische Arbeitsbereich ist und welche Oberfläche bearbeitet werden soll. Daraus ergeben sich geeignete Strahlmittel, Düsengröße, Arbeitsdruck und notwendige Druckluftmenge.
Für Restaurierung, Gravur und kleine technische Bauteile ist häufig ein besonders kompaktes System die bessere Wahl. Bei größeren Flächen oder längeren Arbeitsintervallen kann ein Feinstrahlsystem mit größerem Behälter sinnvoll sein. Entscheidend ist immer eine kontrollierbare Strahlwirkung statt möglichst hoher Leistung.