Actiefkooladsorber ACT met nafilter, 16 bar, 0,5-6 m³/min
VerkoopprijsVanaf ā¬480,83 Normale prijs ā¬540,26Basisprijs
Aktivkohleadsorber als Feinreinigungsstufe der Druckluftaufbereitung
Ein Aktivkohleadsorber wird dort eingesetzt, wo eine normale Partikel- und Koaleszenzfiltration allein nicht ausreicht. WƤhrend Filter vor allem Feststoffpartikel und flüssige Aerosole abscheiden, bindet Aktivkohle insbesondere gasfƶrmige Kohlenwasserstoff- und ĆldƤmpfe sowie Geruchsstoffe. Damit ist sie eine nachgeschaltete Feinreinigungsstufe für Anwendungen mit erhƶhten Anforderungen an den Restƶlgehalt und die Geruchsarmut der Druckluft.
Das aktuelle Sortiment umfasst Aktivkohleadsorber für Volumenstrƶme von 0,5 bis 6 m³/min und Betriebsdrücke bis 16 bar. Die BaugrƶĆen reichen von kompakten Anlagen mit G 1/2 Zoll Anschluss bis zu grƶĆeren Ausführungen mit G 1 1/2 Zoll. Unter den angegebenen Referenzbedingungen ist ein Restƶlgehalt von ⤠0,003 mg/m³ spezifiziert.
Warum āabsolut ƶlfreiā technisch zu pauschal wƤre
Die erreichbare DruckluftqualitƤt hƤngt nicht nur vom Aktivkohleadsorber selbst ab. Entscheidend sind auch die Belastung der eintretenden Luft, die vorgeschaltete Filtration, der Drucktaupunkt, die Temperatur, der tatsƤchliche Volumenstrom und der Zustand der Aktivkohle. Deshalb ist eine konkrete Restƶlangabe unter definierten Bedingungen technisch aussagekrƤftiger als die pauschale Bezeichnung āabsolut ƶlfreiā.
Der angegebene Wert von ⤠0,003 mg/m³ beschreibt die Leistungsfähigkeit der aktuellen Adsorber unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen. Ob dieser Wert in einer konkreten Gesamtanlage dauerhaft erreicht wird, hängt von der korrekten Auslegung und Wartung aller vorgeschalteten Aufbereitungsstufen ab.
Vorfiltration schützt die Aktivkohle
Aktivkohle ist besonders wirksam für gasfƶrmige Restbestandteile. GrƶĆere Mengen flüssigen Ćls, Ćlnebel, Wasser oder Partikel sollten bereits vorher entfernt werden. Eine geeignete Koaleszenz- und Feinfiltration reduziert diese Belastung und verhindert, dass die AdsorptionskapazitƤt unnƶtig schnell erschƶpft wird.
Damit unterscheidet sich der Aktivkohleadsorber klar von einem Druckluftfilter: Er ergƤnzt die Filtration, ersetzt sie aber nicht. Ebenso ersetzt er keinen Zyklonabscheider, wenn grƶĆere Mengen flüssigen Kondensats anfallen.
Vortrocknung und Drucktaupunkt
Auch die Feuchtigkeit der Druckluft beeinflusst die Standzeit. Wasser konkurriert auf der groĆen inneren OberflƤche der Aktivkohle mit den Stoffen, die eigentlich adsorbiert werden sollen. Deshalb sollte die Druckluft vor dem Aktivkohleadsorber ausreichend getrocknet sein. Für das aktuelle System wird eine Vortrocknung mit einem Drucktaupunkt von etwa +3 °C oder niedriger empfohlen.
Ein KƤltetrockner kann für viele Standardanwendungen genau diesen Bereich bereitstellen. Werden wesentlich niedrigere Drucktaupunkte benƶtigt, etwa bei kalten AuĆenleitungen oder besonders anspruchsvollen Prozessen, kann stattdessen ein Adsorptionstrockner die passende vorgelagerte Trocknungsstufe sein.
Nachfilter hinter der Aktivkohle
Das aktuelle System besitzt einen integrierten Nachfilter. Dieser dient dazu, feinste Partikel beziehungsweise möglichen Aktivkohlestaub hinter der Adsorptionsstufe zurückzuhalten. Dadurch wird die Aufbereitungskette funktional abgeschlossen. Die eigentliche Entfernung der gasförmigen Kohlenwasserstoffe erfolgt jedoch durch die Aktivkohle und nicht durch diesen Nachfilter.
Aufbereitungskette richtig aufbauen
ā flüssiges Kondensat vorab sicher abscheiden
ā Partikel und Aerosole mit geeigneten Filtern reduzieren
ā Druckluft auf den erforderlichen Drucktaupunkt trocknen
ā Aktivkohleadsorber nach Volumenstrom und Betriebsbedingungen dimensionieren
ā Nachfilter und Wartungszustand regelmƤĆig kontrollieren
0,5 bis 6 m³/min richtig dimensionieren
Die verfügbaren BaugrƶĆen decken Nennvolumenstrƶme von 0,5 über 0,7, 1,0, 1,5, 2,0, 3,0 und 4,5 bis 6,0 m³/min ab. Die Auswahl sollte anhand des realen maximalen Volumenstroms erfolgen. Wird ein Adsorber dauerhaft über seinem vorgesehenen Bereich betrieben, verkürzt sich die Kontaktzeit zwischen Luft und Aktivkohle und die gewünschte Reinigungsleistung kann nicht zuverlƤssig vorausgesetzt werden.
Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Adsorption funktioniert unter günstigen, niedrigeren Temperaturen besser als bei sehr warmer Druckluft. Deshalb sollte die gesamte Aufbereitung so ausgelegt sein, dass die Eintrittsbedingungen innerhalb der angegebenen Betriebsgrenzen bleiben.
Aktivkohleadsorber kaufen
Wer einen Aktivkohleadsorber kaufen mƶchte, sollte zuerst festlegen, welcher Restƶlgehalt beziehungsweise welche DruckluftqualitƤt tatsƤchlich benƶtigt wird. Danach werden Volumenstrom, Druck, Temperatur, Vorfiltration und Drucktaupunkt geprüft. Richtig eingesetzt ist der Aktivkohleadsorber eine gezielte Feinreinigungsstufe für besonders ƶl- und geruchsarme Druckluft ā jedoch immer als Bestandteil einer abgestimmten Aufbereitungskette.