Rohrinnenstrahlgeräte

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Rohrinnenstrahlgeräte für die professionelle Bearbeitung von Rohrinnenflächen

Rohrinnenstrahlgeräte ermöglichen eine gleichmäßige Entrostung, Entzunderung, Reinigung und Oberflächenvorbereitung im Inneren von Rohren. Statt eine normale Strahldüse manuell durch das Rohr zu führen, lenken spezielle Strahlköpfe den Strahl gezielt radial oder über rotierende Düsen an die Rohrinnenwand.

Das aktuelle Sortiment deckt kleine Rohre mit 19 bis 50 mm Innendurchmesser sowie Systeme ab etwa 65 mm bis 1.500 mm Rohr-ID ab. Je nach Durchmesser kommen feste Ablenkkegel, Zentriermanschetten, Zentrierwagen oder rotierende Zwei-Düsen-Systeme zum Einsatz.

Für ein gleichmäßiges Strahlbild müssen Rohrdurchmesser, Zentrierung, Düsengröße, Vorschubgeschwindigkeit, Strahlmittel und Kompressorleistung gemeinsam abgestimmt werden. Rohrinnenstrahlgeräte werden in der Regel an einen geeigneten Strahlkessel angeschlossen.

Rohrinnenstrahlgerät nach Rohrdurchmesser auswählen

✅ 19–50 mm Rohr-ID – kompakte Systeme für kleine Leitungen

✅ ca. 65–300 mm – Systeme mit Ablenkkopf und passender Zentrierung

✅ 200–915 mm – rotierende Rohrinnenstrahlgeräte für größere Durchmesser

✅ 305–915 mm – Zwei-Düsen-Systeme mit Zentrierwagen

✅ 400–1.500 mm – große rotierende Systeme mit Fahrgestell

✅ Düsengröße und Kompressor immer als Gesamtsystem auslegen

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Rohrinnenstrahlgeräte kaufen – Rohrdurchmesser und Strahlprinzip entscheiden

Rohrinnenstrahlgeräte wurden speziell dafür entwickelt, zylindrische Innenflächen gleichmäßig zu entrosten, zu entzundern, zu reinigen und für Beschichtungen oder Auskleidungen vorzubereiten. Eine normale gerade Strahldüse kann die Rohrinnenwand nur begrenzt und mit hohem manuellen Aufwand erreichen. Spezielle Rohrinnenstrahlköpfe lenken den Strahl dagegen radial oder über rotierende Düsen rundum an die Innenfläche.

Im aktuellen Sortiment stehen Systeme für sehr kleine Rohre mit 19 bis 50 mm Innendurchmesser sowie Lösungen ab etwa 65 mm bis zu großen Rohrdurchmessern von 1.500 mm zur Verfügung. Je nach Rohrgröße unterscheiden sich Strahlprinzip, Zentrierung, Düsenkonfiguration und Druckluftbedarf erheblich.

Vor der Auswahl des Rohrinnenstrahlgeräts prüfen

✅ tatsächlichen Rohrinnendurchmesser messen

✅ Rohrlänge und Zugänglichkeit berücksichtigen

✅ feste Strahlumlenkung oder rotierendes System wählen

✅ passende Zentrierung beziehungsweise Fahrgestell vorsehen

✅ gewünschte Düsengröße und Strahlmittel bestimmen

✅ Gesamtluftbedarf aller Düsen berechnen

✅ Strahlkessel, Strahlschlauch und Kupplungen ausreichend dimensionieren

Kleine Rohre ab 19 mm Innendurchmesser

Für sehr kleine Rohrinnendurchmesser kommen besonders kompakte Rohrinnenstrahlköpfe zum Einsatz. Im aktuellen Sortiment beginnt dieser Bereich bei 19 mm und reicht bei den entsprechenden Systemen bis etwa 50 mm. Eine spezielle Umlenkgeometrie führt das Strahlmittel an die Rohrwand, obwohl für einen klassischen großen Strahlkopf kein Platz vorhanden ist.

Gerade bei kleinen Durchmessern müssen Strahlmittelkörnung und Feuchtigkeit besonders beachtet werden. Zu grobes oder verklumptes Material kann enge Strahlwege blockieren. Gleichzeitig benötigt auch eine vergleichsweise kleine Rohrinnenstrahldüse eine leistungsfähige Druckluftversorgung.

Feste Ablenkkegel für mittlere Rohrdurchmesser

Bei Rohrinnendurchmessern im Bereich von etwa 65 beziehungsweise 75 bis 300 mm werden Systeme eingesetzt, bei denen der Strahl auf einen zentralen Ablenkkopf oder Ablenkkegel trifft. Dieser lenkt das Strahlmittel radial zur Rohrinnenwand. Der Aufbau kommt ohne schnell rotierende Düsen aus und ist konstruktiv vergleichsweise einfach.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis muss der Strahlkopf möglichst exakt in der Rohrachse sitzen. Je nach Durchmesser werden Zentriermanschetten oder Zentrierwagen verwendet. Bereits eine deutlich außermittige Position kann dazu führen, dass eine Seite stärker und die gegenüberliegende Seite schwächer gestrahlt wird.

Rotierende Rohrinnenstrahlgeräte für große Durchmesser

Bei größeren Rohren kommen rotierende Systeme mit zwei Strahldüsen zum Einsatz. Die Düsen bewegen sich um die Rohrachse und bearbeiten die Innenwand während des axialen Vorschubs kontinuierlich. Im Sortiment stehen solche Systeme für Bereiche ab etwa 200 beziehungsweise 305 mm bis 915 mm zur Verfügung. Große Fahrgestellsysteme decken Rohrinnendurchmesser bis 1.500 mm ab.

Der Vorteil liegt in einer hohen und gleichmäßigen Rundumleistung. Gleichzeitig steigt die technische Anforderung an Druckluftversorgung und Zentrierung. Da zwei Düsen gleichzeitig arbeiten, muss auch der Luftbedarf beider Düsen zusammen berücksichtigt werden.

Düsengröße bestimmt den Kompressorbedarf

Rohrinnenstrahlgeräte können erhebliche Druckluftmengen benötigen. Bei kleineren Systemen liegen die Anforderungen bereits im Bereich mehrerer Kubikmeter pro Minute. Rotierende Zwei-Düsen-Systeme mit 8 oder 9,5 mm großen Düsen können je nach Arbeitsdruck zweistellige Kubikmeterwerte pro Minute erreichen.

Der Kompressor muss den notwendigen Volumenstrom unter realer Strahllast liefern. Lange Zuleitungen, zu kleine Strahlschläuche, enge Kupplungen und Filter erzeugen zusätzliche Druckverluste. Deshalb sollte die Anlage mit Reserve ausgelegt werden und nicht nur rechnerisch den Düsenbedarf gerade eben erreichen.

Vorschubgeschwindigkeit und Strahlbild aufeinander abstimmen

Ein Rohrinnenstrahlgerät wird axial durch das Rohr bewegt. Ist der Vorschub zu schnell, bleiben nicht ausreichend bearbeitete Bereiche zurück. Ist er zu langsam, wird die Oberfläche unnötig lange gestrahlt und der Verbrauch steigt. Für reproduzierbare Ergebnisse sollten Arbeitsdruck, Drehzahl beziehungsweise Strahlverteilung, Strahlmittelmenge und Vorschub möglichst konstant gehalten werden.

Bei rotierenden Systemen müssen beide Düsen ähnlich verschleißen. Unterschiedlich große Düsenbohrungen verändern Luftbedarf und Reaktionskräfte und können zu Unwucht oder einem ungleichmäßigen Strahlbild führen.

Strahlkessel und Strahlschlauch gehören zum Gesamtsystem

Rohrinnenstrahlgeräte sind in der Regel keine eigenständigen Strahlkessel. Sie werden an eine geeignete Druckstrahlanlage angeschlossen. Der Strahlkessel muss ausreichend Strahlmittel bereitstellen und mit der vorgesehenen Düsengröße zusammenarbeiten. Auch der Strahlschlauch benötigt einen ausreichend großen Innendurchmesser, damit der Druck am Rohrinnenstrahlgerät nicht unnötig abfällt.

Rohrinnenstrahlgerät kaufen – Anwendung exakt vermessen

Wer ein Rohrinnenstrahlgerät kaufen möchte, sollte zunächst Rohr-ID, Rohrlänge, gewünschte Oberflächenqualität, Strahlmittel und vorhandene Kompressorleistung erfassen. Danach lässt sich entscheiden, ob ein kleiner Umlenkkopf, ein zentriertes Ablenksystem oder ein rotierendes Zwei-Düsen-Gerät erforderlich ist.

Gerade bei großen Rohrleitungen lohnt eine vollständige Systemauslegung. Ein technisch passender Strahlkopf allein genügt nicht, wenn Kompressor, Strahlkessel, Strahlschlauch oder Zentrierung den benötigten Volumenstrom und die gleichmäßige Führung nicht unterstützen.

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